25 August 2007
Der Broiler
ist nicht mehr in aller Munde, aber er ruft sich immer wieder in Erinnerung. Zumindest in einem kleinen Stückchen Wald auf unserem Grundstück. Auf dem Nachbargrundstück befand sich früher in dem nun langsam verfallenden Gebäude die florierende Gaststätte Volksheim. Ortskundige erzählen, daß dort auch ein enormer Umsatz mit Broilern erzielt wurde.
Offensichtlich beflügelt von diesem scheinbar unerschöpflichen Geschäft müssen die Betreiber des Lokals enorme Mengen Plastetüten zum Verpacken der knusprigen Tierchen gelagert haben. Mit der Wende im (Gold-) Broilergeschäft fand man für diese Tüten keine bessere Verwendung und verbuttelte sie im Wald. Der durch Regenwürmer und anderes Getier hervorgerufenen Erdbewegung ist es geschuldet, daß die Zipfel dieser Tüten immer wieder aus dem Boden hervorluken. Einmal daran gezogen und schon hat man eine ungebrauchte, fast neuwertige Geschäftsgrundlage für die Broilerwirtschaft in der Hand. Trotz bereits rund einhundert so geernteter Broilerplastetüten ist ein Ende der Ausbeute nicht in Sicht.
Bildquelle: http://www.ddr-alltagskultur.com

