“Bundesweit Demos, Sitzstreiks und Blockaden. 240000 Schüler und Studenten gehen für bessere Bildung auf die Straße.” (jungeWelt)

Soweit die gute Nachricht. Wenn aber mein Arbeitgeber, eine Hochschule, nun schon im sechsten Jahr zehn Prozent meines Gehalts einbehält, um mich an der Sanierung des durch Politiker und Banker ruinierten Landeshaushalt von Berlin zu beteiligen, in den aktuellen Tarifverhandlungen noch etwas mehr herausholen möchte, ihm mein Verzicht auf die Tariferhöhungen in anderen Bundesländern noch nicht reicht und dieser Arbeitgeber mir dann über meine Gewerkschaft ver.di ausrichten lässt, ich solle mich mit ihm solidarisch zeigen, auf die Bildungsstreik-Demonstration gehen,  für eine ordentliche Ausfinanzierung der Hochschulen eintreten und die ihm entgangene Arbeitszeit nachholen, dann ist bei mir der Wille zur Solidarität am Ende.

Original ließt sich das Solidaritäts-Aufruf-Angebot so: “Die Hochschulleitungen haben erklärt, dass die Beschäftigten an der Demo teilnehmen können, falls der/die unmittelbare Dienstvorgesetzte auch zustimmt. Als Arbeitszeit gilt die Teilnahme aber nicht.”

Meine Meinung veröffentliche ich erst heute, da ich natürlich niemanden abhalten wollte, an der Demonstration teilzunehmen.

Bild-Quelle:  ★ Just (Collective) (Just.Ekosystem.org)

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