19 Juli 2010
Ostwestfalen
DIE LINKE in Brandenburg pflegt schon länger Kontakte zum Landesverband Nordrheinwestfalen und möchte diese noch intensivieren. Ganz mutige Genossen sind sogar schon dort gewesen, um den Wahlkampf zu unterstützen. Diese Helden der Arbeit wagten sich nicht nur in ein Bundesland, dass schon am Namen als Westen zu identifizieren ist, sondern suchten sich dort auch noch mit dem Kreis Kleve den westlichsten Teil des Westens aus.(1)
Nun mag die Reisefreiheit ja ganz grundsätzlich schön sein, aber man kann es mit den Westkontakten auch übertreiben. Wer da so an der Grenze zu den Niederlanden westsozialisiert wird, der will natürlich auch gleich die Legalisierung von Drogen in jedes Parteiprogramm schreiben. Das muss man sich mal vorstellen! Während sich hier in Brandenburg die Jugendlichen nach dem Komasaufen einen Baum auf der Deutschen Aleenstraße suchen, gehen die in NRW in meine Partei und stellen Forderungen.
“Komm Du mir nach Hause!” So lautete früher eine gängige Drohung Erziehungsberechtigter. “Come together” lautet die der Parteibildungsbeauftragten an die junge Partei. (2)
Zwanzig Jahre nach der Kehre in den Westen fahren? Langweilig. Wir haben hier in Brandenburg eine singende Fraktionsvorsitzende und Braunkohletagebau. Was haben die in NRW? Hannelore Kraft und Braunkohletagebau. Wo soll ich da etwas Verbindendes finden?
Sollte ich doch mal meine ganze Parteidisziplin zusammennehmen, dann fahre ich nach Paderborn. Das ist übersichtlich und liegt in Ostwestfalen. Da ist doch schon im Namen alles zusammengewachsen und ich habe wenigstens etwas Osten im Westen. (3)
(1) Siehe Bericht in der Juni-Ausgabe der Kreiszeitung von Teltow-Fläming auf Seite 9: LinksBlick
(2) Zehn Vorschläge zur Ost-West-Integration von Halina Wawzyniak und Ulrich Maurer: Come together

