Warum nicht Thilo Sarrazin (Volksheld) aus den Händen von Kai Dieckmann (Freiheitskämpfer) den Medienpreis 2010 erhalten hat, sondern Kurt Westergaard (Phobiker) aus den Händen von Joachim Gauck (Opfer) und mit einer Laudatio von Angela Merkel (Christkind), ist vermutlich leicht zu erklären. Schließlich bedarf die Würdigung nachhaltiger rassistischer Gesinnung etwas Zeit. Die Rolle des Märtyrers erfordert eine kontinuierliche Entwicklung. Die geehrten Karikaturen sind fünf Jahre alt. Die Erfindung des Juden-Gen liegt erst wenige Tage zurück. Die Jury bittet also um Geduld.
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