Klemmeisen

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Ein Blog aus Altes Lager im Fläming



Suppendosen

Wenn ich nicht vor dem Bildschirm sitze, dann sieht das für meine Webcam so aus.

Mir ist klar, dass ich mir damit den Zorn aller zuziehe, die Suppendosen hassen und Andy Warhol für ein Arschloch halten. Ich hingegen bekenne mich zu meiner Sympathie für meine Webcam, die, wenn ich nicht vor ihr sitze, den Blick auf einen Menschen hat, der so frei von ideologischer Verengung und Personenkult ist, dass sie sich sicher ihres völlig neutralen Beobachterstatus erfreut. Zum Leidwesen meiner Webcam ist dieser freie Blick selten. Meistens sieht sie einen sich eitel in kleinlichen Äußerungen zu politischen Unwichtigkeiten verzettelnden Menschen. Lerne ich aus den vorangestellten Sätzen etwas? Gestatte ich meiner Webcam zukünftig öfters den unverstellten Blick in die Welt? Ich befürchte: Nein. Gute Nacht.

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The Novikents

Nun ist es wirklich schon eine Tradiditon, dass Jens und ich rund um unseren Hochzeitstag ein Konzert der Band The Novikents aus Dresden erleben dürfen. Die Beat-Band spielte zum Tanz auf unserer Hochzeit, kam ein Jahr später zu unserer Baumwollenen Hochzeit nach Altes Lager und nun wurden wir von The Novikents nach Radeburg in den Kulturbahnhof eingeladen.

Das Konzert war um einiges schärfer, als es das hier abgebildete Kunstwerk vermuten lässt.

Mehr Informationen und schärfere Bilder gibt es auf www.novikents.de.

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Sozialismus und Eigentum

Hier zwei Arbeiten zu diesen Themen aus den 70er Jahren.

Beide Montagen stammen von dem SPD-Mitglied und Karikaturisten Klaus Staeck.

Durch Anklicken lassen sich die Bilder vergrößern.

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Totalitarismus in der Provinz

Hans-Joachim Frank zeigt gern seine Sympathie mit Filmen, die aus Nazis arme Würstchen machen, die eigentlich Opfer der DDR sind, weil ihre Eltern oder sie als Säuglinge dort nicht zu Demokraten erzogen wurden.

Da ich schon ahnte, was mich im Theater 89 erwartet, wenn an zwei Abenden zwei Theaterstücke* zu zwei Diktaturen über die Bühne gehen, habe ich mir die Theaterbesuche erspart. Meine Befürchtungen werden durch die Berichterstattung bestätigt:

Wie wenig der Regisseur Diktaturen in „schlechtere“ oder „bessere“ unterscheiden mag, zeigt schon die Abfolge beider Stücke. Das Szenenbild blieb passenderweise fast dasselbe. Dort, wo erst Hakenkreuzfahnen wehten, prangten nun Hammer, Zirkel und Ährenkranz. (Uwe Klemens in der MAZ)

Diktaturen zeichnen sich auch durch vereinfachende ideologische Standpunkte aus. Die Gleichsetzung von Rot und Braun, Links und Rechts hat zur Zeit wieder eine kleine Hochzeit, aber neu ist sie nicht. Ein demokratischer Disput und eine historisch genaue Analyse sehen anders aus.

Was kann man auf der Internetseite der Berliner Schauspielschule über den Regisseur Frank und sein Theater 89 lesen?

Dank Franks künstlerischem Profil wie seiner zähen Beharrlichkeit und Dank des Ausharrungsvermögens seiner getreuen Truppe hat die kleine Bühne die Wirren der Wende überstanden und mit ästhetisch auffallenden Leistungen im neuen Regime Anerkennung gefunden und sich finanzielle Hilfe erstritten.

Wir haben es hier also mit einem Fachmann für Diktaturen zu tun, der nach Jahren in staatlichen Schauspielschulen und Theaterbetrieben der DDR im Mai 1989 ein freies Theater gründete.

Erfreulich für Hans-Joachim Frank, dass die Zeit zwischen Staatstheaterbetrieb und staatlich finanziertem Theaterbetrieb so kurz war. Erfreulich auch, dass die einkommensschwache Gemeinde Niedergörsdorf eine Spielstätte mitfinanziert, die von ihren Einwohnern überwiegend nicht besucht wird. Besonders erfreulich, dass Hans-Joachim Frank trotz dieser Widrigkeiten immer “hart an der Realität” bleibt. Diese Härte zeigt Hans-Joachim Frank auch gern in Diskussionen, wenn seine Gäste eine andere Wahrnehmung der Realität haben. Unduldsam, politisch korrekt und staatlich subventioniert. War da ein Aufbruch in eine andere Zeit?

*Ödön von Horváth, JUGEND OHNE GOTT, Spielfassung von theater 89 und Ralf-Günter Krolkiewicz, HAFTHAUS, Spielfassung von theater 89 -Beide Aufführungen im Kulturzentrum DAS HAUS Altes Lager

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Mit dem Klemmeisen wird der Klemmkuchen hergestellt. Die Mehlspeise brachten die Flamen nach Ostdeutschland, die im 12./13. Jahrhundert nach der Gründung der Mark Brandenburg durch Albrecht den Bären im Jahr 1157 in hoher Zahl den Höhenrücken östlich der Elbe besiedelten. [Wikipedia]

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