Kein Autokorso, kein Hupen, keine Feuerwerkskörper, kein Tröten, kein Flöten, kein Gegröle, sondern nur himmlische Stille am heutigen Nachmittag.
Wem haben wir dies zu verdanken?
Milan Jovanovic (Torschütze zum 1:0 von Serbien gegen Deutschland bei der Fußball-WM in Südafrika, hier im Bild mit Radosav Petrovi, Quelle: de.eurosport.yahoo.com).
Herzlichen Dank für diesen ruhigen Nachmittag ohne nationalistische Ausschweifungen.
Kommentar schreiben
Botschafter und Freunde der Republik Österreich müssen in Polen mit Strafverfolgung rechnen.
Schließlich trägt der Adler Österreichs eine gesprengte Kette, Hammer und Sichel, um an die wiedererlangte Unabhängigkeit und den Aufbau des Landes nach 1945 zu erinnern.
In Polen trat vor wenigen Tagen das heiß umkämpfte und schärfste antikommunistische Gesinnungsstrafrecht der EU in Kraft. Bis zu zwei Jahre Haft drohen für das Zeigen von Symbolen wie Hammer und Sichel oder das Tragen von T-Shirts mit dem Konterfei des Revolutionsführers Che Guevara.
Konkret wurde der Paragraph 256 des polnischen Strafgesetzbuches »ergänzt«, der ursprünglich die Verbreitung faschistischer, antisemitischer und »totalitärer« Ideologie unter Strafe stellte. (Siehe jungeWelt)
Kommentar schreiben
Es wird keine weiteren Vorstellungsrunden der beiden Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten geben.
Schuld ist Joachim Gauck, der ausgeplaudert hat, dass am 2. Juli das Sommerfest des Bundespräsidenten im Garten des Schloss Bellevue stattfindet.
Wollte Gauck zunächst nur witzig sein und nach seinen Chancen bei der Wahl gefragt darauf hinweisen, dass er am 2. Juli mit Sicherheit im Schloss Bellevue sein wird, weil er zum Sommerfest eingeladen ist, dämmerte ihm kurz danach, dass mit der Chance auch eine Verantwortung verbunden sein könnte.
Inzwischen ist auch Christian Wulff klar geworden, dass man unmöglich vom Wahlgang in der Bundesversammlung am 30. Juni bis zum 2. Juli für 4000 Gäste Servietten falten, Luftballons aufblasen, Canapés bereiten und Champagnergläser polieren kann.
Sollte aus diesen emsigen Treiben der beiden Herren jetzt nicht ein Medien-Ereignis der Extraklasse werden und eine Art Vorentscheid unter dem Motto “Wer schmiert schneller ab, bläst mehr heiße Luft und poliert zackiger?” werden, dann könnte man sich ja zur Abwechslung mal der Lukrezia Luise „Luc“ Jochimsen zuwenden.
Alle, die keine Einladung in das Schloss Bellevue abbekommen haben, feiern gleich drei Tage auf dem Fest der Linken vom 18. bis 20. Juni in der Kulturbrauerei Berlin Prenzlauer Berg.
Kommentar schreiben
Die auch hier angekündigten antifaschistischen Veranstaltungen in Zossen am vergangenen Wochenende waren offensichtlich ein Erfolg.
Die Maerkische Allgemeine berichtet: Die Demonstration des Aktionsbündnisses „Linker Fläming United“ – bestehend aus Jusos, Solid, Falken, Antifa und weiteren linken Organisationen – wurde auch begleitet von Zossener Bürgern wie zum Beispiel den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“. Die Demonstrationsstrecke führte vorbei am Grundstück des von Neonazis zunächst verwüsteten und später in Brand gesteckten Hauses der Demokratie, dann zur Fischerstraße, wo das neue Haus der Demokratie auf seine Renovierung wartet. Hier bedankte sich BI-Sprecher Jörg Wanke bei den angereisten Demonstranten für ihr Kommen: „Wir wussten, dass es ein guter Tag wird trotz der vorher verbreiteten Schreckensnachrichten“, wonach mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremisten zu rechnen sei.
Ebenfalls in der MAZ empfiehlt Hartmut F. Reck potentiellen Schwiegermüttern einen genauen Blick, wenn junge Menschen in dieser Aufmachung vor der Tür stehen: Basecap mit Stickern dran, T-Shirt, Jacke, Hosen und Stiefel und alles schwarz.
Linkempfehlung: Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht
Kommentar schreiben