Es wird keine weiteren Vorstellungsrunden der beiden Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten geben.
Schuld ist Joachim Gauck, der ausgeplaudert hat, dass am 2. Juli das Sommerfest des Bundespräsidenten im Garten des Schloss Bellevue stattfindet.
Wollte Gauck zunächst nur witzig sein und nach seinen Chancen bei der Wahl gefragt darauf hinweisen, dass er am 2. Juli mit Sicherheit im Schloss Bellevue sein wird, weil er zum Sommerfest eingeladen ist, dämmerte ihm kurz danach, dass mit der Chance auch eine Verantwortung verbunden sein könnte.
Inzwischen ist auch Christian Wulff klar geworden, dass man unmöglich vom Wahlgang in der Bundesversammlung am 30. Juni bis zum 2. Juli für 4000 Gäste Servietten falten, Luftballons aufblasen, Canapés bereiten und Champagnergläser polieren kann.
Sollte aus diesen emsigen Treiben der beiden Herren jetzt nicht ein Medien-Ereignis der Extraklasse werden und eine Art Vorentscheid unter dem Motto “Wer schmiert schneller ab, bläst mehr heiße Luft und poliert zackiger?” werden, dann könnte man sich ja zur Abwechslung mal der Lukrezia Luise „Luc“ Jochimsen zuwenden.
Alle, die keine Einladung in das Schloss Bellevue abbekommen haben, feiern gleich drei Tage auf dem Fest der Linken vom 18. bis 20. Juni in der Kulturbrauerei Berlin Prenzlauer Berg.
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Die auch hier angekündigten antifaschistischen Veranstaltungen in Zossen am vergangenen Wochenende waren offensichtlich ein Erfolg.
Die Maerkische Allgemeine berichtet: Die Demonstration des Aktionsbündnisses „Linker Fläming United“ – bestehend aus Jusos, Solid, Falken, Antifa und weiteren linken Organisationen – wurde auch begleitet von Zossener Bürgern wie zum Beispiel den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“. Die Demonstrationsstrecke führte vorbei am Grundstück des von Neonazis zunächst verwüsteten und später in Brand gesteckten Hauses der Demokratie, dann zur Fischerstraße, wo das neue Haus der Demokratie auf seine Renovierung wartet. Hier bedankte sich BI-Sprecher Jörg Wanke bei den angereisten Demonstranten für ihr Kommen: „Wir wussten, dass es ein guter Tag wird trotz der vorher verbreiteten Schreckensnachrichten“, wonach mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremisten zu rechnen sei.
Ebenfalls in der MAZ empfiehlt Hartmut F. Reck potentiellen Schwiegermüttern einen genauen Blick, wenn junge Menschen in dieser Aufmachung vor der Tür stehen: Basecap mit Stickern dran, T-Shirt, Jacke, Hosen und Stiefel und alles schwarz.
Linkempfehlung: Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht
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Weitere schöne Karikaturen: Klaus Stuttmann
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NS-Verherrlichung und Verharmlosung den Boden entziehen
Zossen, eine kleine Stadt bei Berlin, ist zu einem Tummelplatz von Nazis geworden. Diese treten aggressiv auf und sind überregional gut vernetzt. In den vergangenen anderthalb Jahren drohten sie lokalen Antifaschist_innen mit Mord, beschädigten deren Häuser, schmierten Naziparolen und störten wiederholt antifaschistische Gedenkkundgebungen mit antisemitischen und nationalsozialistischen Parolen. Selbst vor Brandanschlägen schrecken sie nicht zurück – in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2010 brannten sie das Zossener Haus der Demokratie nieder. Als wäre all das nicht schon übel genug, geht nun auch noch die NPD in Zossen und Umgebung verstärkt auf Mitgliederfang.
Wir sind es leid, den nazistischen Aktivitäten tatenlos zuzusehen und organisieren deshalb am 12. und 13. Juni ein antifaschistisches Aktionswochenende mit Demo, Camp, Infoveranstaltungen und Konzert in Zossen, um ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen. Kommt zahlreich! Das Wochenende soll zudem die Vernetzung von engagierten Leuten verbessern. Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und kapitalistischem Verwertungszwang!
Antifaschist_innen, organisiert Euch!
PS: Alle Veranstaltungen und Konzerte sind kostenlos und ohne Anmeldung!
Nächste Infoveranstaltung:
Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr: Black Fleck, Zeppelinstrasse 26, Potsdam
Weitere Informationen
Bericht über Zossen in der Sendung Klartext vom 09.06.10: Nichts dazugelernt?
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