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Ein Blog aus Altes Lager im Fläming



Marx im Krieg gefallen

Den Bürger/innen und Bürgern wird gern erklärt, die Umbenennung von Straßen in Großgemeinden sei notwendig, damit Notarzt und Feuerwehr mit eindeutigen Adressen schneller an den Einsatzort kommen. Dies halte ich für Werbesprüche zugunsten einer in den Ortsteilen unbeliebten Maßnahme.

Wer benötigt nun wirklich die eindeutigen Daten und hat Angst vor zu vielen Dorfstraßen und Karl-Marx-Straßen?

“Die Zweite Bundesmeldedatenübermittlungsverordnung regelt, wie städtische Meldebehörden Daten zum Beispiel an Kreiswehrersatzämter oder an die Arbeitsagentur weitergeben müssen. Die Adresse besteht aus Straße, Nummer, Postleitzahl und Ort mit einer Buchstabenbegrenzung.” (MAZ)

So ist es richtig. Auf der Suche nach dem Nachschub für die weltweiten Kriegseinsätze der Bundeswehr und bei dem Ringen um die Herstellung der Wehrgerechtigkeit darf dem Kreiswehrersatzamt keiner durch die Lappen gehen. Feldjäger und Hartz-IV-Kontrolleure sollen nicht durch die vielen Dorf- und Karl-Marx-Straßen verwirrt werden.

Meine in Fragen verpackte Kritik vom Februar war also ungenau:

“Im Amtsblatt der Gemeinde Niedergörsdorf vom 06.02.09 ist eine öffentliche Bekanntmachung zu Straßenumbenennungen abgedruckt.

Der Umbenennung von Straßen, die in der Gemeinde mit ihren Ortsteilen mehrfach vorkommen, kann ich einen gewissen Pragmatismus nicht absprechen.
Aus der veröffentlichten Liste mit den vielen Dorfstraßen springt mir aber ein Straßenname sofort ins Auge, weil er so völlig aus der in der Presse verkündeten Zielrichtung der Vereinfachung der täglichen Arbeit von SMH-Einsatzkräften, Paketboten und Navigationssystemen herausfällt: Die Karl-Marx-Straße in Altes Lager. Diese soll in Lessingweg umbenannt werden.

Warum nun dies? Den Lessingweg gibt es schon in Altes Lager. Dieser wird nun mit einem Knick in der Landschaft versehen und verlängert.

Nun habe ich nichts gegen den wichtigsten deutschen Dichter der Aufklärung. Aber dass dem Vorwärtsdenker Gotthold Ephraim ein so jäher Abzweig nach Rechts bei der Verlängerung seines Weges gefallen hätte, darf bezweifelt werden. Die gradlinige Verlängerung seines Weges soll weiterhin Hohlweg heißen. Passt das? Führt dies nicht zu Verwirrungen bei SMH-Einsatzkräften, Paketboten und Navigationssystemen?

Warum hat man in Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise keinen Platz für eine nach einem Kritiker der klassischen Nationalökonomie benannten Straße?” (DIE LINKE. Regionalverband Teltow-Fläming Süd)

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Der Beat kommt

Für die Vollansicht anklicken!Die bereits im Mai 2008 mit großer Begeisterung des Publikums aufgenommene 60er Jahre Beat Band The Novikents aus Dresden kommt am 2. Mai 2009 erneut nach Altes Lager.

The Novikents - das ist ein Sound, wie er ähnlich vor vier Jahrzehnten durch Städte zwischen Liverpool, Birmingham und Newcastle wehte, und andererseits - ganz in der Gegenwart angesiedelt - eine Dresdner Truppe, die sich dem «Beat» verbunden fühlt. Siebzehn Jahre Bandgeschichte weisen die Novikents nicht als Mitläufer einer Modeerscheinung aus. Die Inspiration aus der goldenen Ära der populären Musik ist nicht versiegt. Das heißt eine Menge schönes Songmaterial, das nicht schon nach zwei Stunden zum Wiederholen zwingt. Das bedeutet auch viele eigene Titel, die nicht weniger grooven als die ausgewählten Klassiker im Programm. Und Spaß. Und Musik, die ohne “Schnickschnack” und Schalldruck an der Schmerzgrenze auskommt.

Veranstaltung am 02.05.2009 um 21:00 Uhr Ort: Oldtimercafé Altes Lager

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Die Demokratie

ist als Thema nicht so beliebt wie das Wetter und läßt sich auch kaum bebildern, aber ich durfte am 23. März einen Beitrag zu diesem Themenkreis erleben, der für mich erfreulich neu war.

Der Ortsbürgermeister von Altes Lager, Herr Göritz, hatte zur Einwohnerversammlung in DAS HAUS geladen, über die Ereignisse und Entwicklungen des letzten Jahres referiert, Ausblicke für die Zukunft gewagt und Gelegenheit zur Diskussion über die kleinen und großen Probleme des Lebens in Altes Lager gegeben.

Zum Abschluß wurden die fünf Prozent der Einwohner, die laut Schätzung des Ortsbürgermeisters erschienen waren, für ihr Kommen mit Schnittchen und Bier belohnt.

Dieser Ausklang des Abends bot dann noch die Möglichkeit zur Diskussion von Themen und zum Austausch von Anekdoten, die im offiziellen Teil der Versammlung keinen Platz gefunden hatten.

Jens und mir bot diese Versammlung auch die Gelegenheit, als Neubürger Mitbürger/innen kennen zu lernen.

Beschwingt und zugleich sensibilisiert von so viel angenehm gelebter Demokratie traten wir den Heimweg an und sahen nicht funktionierende Laternen, die uns noch nie den Weg verdunkelt hatten, und Bahnübergänge, deren Nichtexistenz uns noch nie aufgehalten hatte.

Quelle des Fotos: DAS HAUS

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Der Broiler

Broilerist nicht mehr in aller Munde, aber er ruft sich immer wieder in Erinnerung. Zumindest in einem kleinen Stückchen Wald auf unserem Grundstück. Auf dem Nachbargrundstück befand sich früher in dem nun langsam verfallenden Gebäude die florierende Gaststätte Volksheim. Ortskundige erzählen, daß dort auch ein enormer Umsatz mit Broilern erzielt wurde.

Offensichtlich beflügelt von diesem scheinbar unerschöpflichen Geschäft müssen die Betreiber des Lokals enorme Mengen Plastetüten zum Verpacken der knusprigen Tierchen gelagert haben. Mit der Wende im (Gold-) Broilergeschäft fand man für diese Tüten keine bessere Verwendung und verbuttelte sie im Wald. Der durch Regenwürmer und anderes Getier hervorgerufenen Erdbewegung ist es geschuldet, daß die Zipfel dieser Tüten immer wieder aus dem Boden hervorluken. Einmal daran gezogen und schon hat man eine ungebrauchte, fast neuwertige Geschäftsgrundlage für die Broilerwirtschaft in der Hand. Trotz bereits rund einhundert so geernteter Broilerplastetüten ist ein Ende der Ausbeute nicht in Sicht.

Bildquelle: http://www.ddr-alltagskultur.com

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Mit dem Klemmeisen wird der Klemmkuchen hergestellt. Die Mehlspeise brachten die Flamen nach Ostdeutschland, die im 12./13. Jahrhundert nach der Gründung der Mark Brandenburg durch Albrecht den Bären im Jahr 1157 in hoher Zahl den Höhenrücken östlich der Elbe besiedelten. [Wikipedia]

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