11 Juni 2010 0
30 September 2009 0
Die Aufschwungshymne
Wieder alles in Lot und auf Vordermann.
Die Börse ist froh und der Herr Pastor
Die Feuerwehr rückt wieder ein, und dann
singt der vereinigte Männerchor:
Juwi juwi di haha…
Und jetzt mit der Faust wieder reingefaßt
in die Musch und ins schäumende Leben.
Das Gute geliebt und das Böse gehaßt.
Vor Schaffenskraft wird sie erbeben,
die Erde, von Flensburg bis Passau hin.
Laßt die Hochamtsglocken erklingen
und horcht, wie von Aachen bis nach Berlin
die Chefetagen laut singen:
Wieder alles in Lot und auf Vordermann…
Nun Schluß mit der miesen Kritikerei,
den entarteten Trauergesängen,
dem schlappen Gesabber, der Zögerei,
die Fesseln und Grenzen zu sprengen.
Wir fangen wieder von vorne an,
wie in den köstlichen Fünfzigerjahren.
Die Zwischeneiszeit vergessen wir dann
im Schmettern der blonden Fanfaren.
Wieder alles in Lot und auf Vordermann…
Es zählt wieder Treue und Herzlichkeit
in diesem unserem Lande;
vorbei mit der frechen Verschlagenheit
der hämischen Gleichmacherbande.
Aus der tiefen Seele des Volkes dringt
ein großes und echtes Vertrauen.
Frischauf und packt an, daß es uns gelingt,
ein einig Reich zu erbauen.
Wieder alles in Lot und auf Vordermann
Die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg gab die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat mit 2.334.000 an. Die Zahl der Kurzarbeiter stieg im gleichen Zeitraum auf 683.400. Demgegenüber gab es 85.200 offene Stellen. Und nun zum Wetter: Die freundlichen und warmen Temperaturen der letzten Tage…
Franz-Josef Degenhardt schrieb dieses Lied auf die Bildung der christlich-liberalen Regierung am 04. Oktober 1982. Es erschien auf der LP Lullaby zwischen den Kriegen 1983.
16 Juli 2009 0
Wahnsinn mit Methode
Ich lese gerade Sahra Wagenknechts Buch über Finanzcrash und Weltwirtschaft. Wer es leid ist, sich ideologische Verdrehungen, System-Marketing und Propaganda für ein kaputtes System als Analyse verkaufen zu lassen, dem sei dieses Buch empfohlen.
“Es gab selten ein System, das so wenige Profiteure und so viele Verlierer hatte wie der heutige Kapitalismus. Es gibt keinen Grund, sich mit ihm und in ihm einzurichten.”
Sahra Wagenknecht, Wahnsinn mit Methode, Finanzcrash und Weltwirtschaft
24 Juni 2009 0
Gegenwehr oder Politkarikaturen
Meine Empfehlung zum Nachlesen: Rede von Sahra Wagenknecht auf dem Wahlparteitag der LINKEN in Berlin am 21.06.09:
“…was wir derzeit erleben, ist keine Konjunkturdelle, sondern eine tiefe Systemkrise und sie ist das Ergebnis einer jahrelangen Politik der Liberalisierung, Privatisierung und Lohndrückerei, die eben jenem entfesselten Kapitalismus den Weg bereitet hat, der heute Millionen mit dem sozialen Absturz bedroht.”
“Und deshalb gehört es zur Tagespolitik, darauf hinzuweisen, wie Wirtschaft grundsätzlich anders funktionieren kann, ohne Kapitalismus und damit auch ohne Ausbeutung und Profiterpressung.”




