Wie einmal Fidel Castro hätte allen die Überraschung verderben können, die sich 2009 über die Finanzkrise wundern, wenn diese nicht schon 2000 hätten nicht lesen und nicht denken können.
Eine Fundsache:
Die heute auf unserem Planeten vorherrschende Wirtschaftsordnung wird zusammenbrechen. Das kann sogar ein Schüler begreifen, der gut genug addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren kann, um im Fach Rechnen die Note “Ausreichend” zu erhalten. Aber viele sind derartig infantil, daß sie jene als Skeptiker bezeichnen, die diese Themen ansprechen. Das gegenwärtige System ist unhaltbar, denn es fußt auf blinden, chaotischen, verderblichen und destruktiven Gesetzen der Gesellschaft und der Natur. Weiterlesen in konkret
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“Bundesweit Demos, Sitzstreiks und Blockaden. 240000 Schüler und Studenten gehen für bessere Bildung auf die Straße.” (jungeWelt)
Soweit die gute Nachricht. Wenn aber mein Arbeitgeber, eine Hochschule, nun schon im sechsten Jahr zehn Prozent meines Gehalts einbehält, um mich an der Sanierung des durch Politiker und Banker ruinierten Landeshaushalt von Berlin zu beteiligen, in den aktuellen Tarifverhandlungen noch etwas mehr herausholen möchte, ihm mein Verzicht auf die Tariferhöhungen in anderen Bundesländern noch nicht reicht und dieser Arbeitgeber mir dann über meine Gewerkschaft ver.di ausrichten lässt, ich solle mich mit ihm solidarisch zeigen, auf die Bildungsstreik-Demonstration gehen, für eine ordentliche Ausfinanzierung der Hochschulen eintreten und die ihm entgangene Arbeitszeit nachholen, dann ist bei mir der Wille zur Solidarität am Ende.
Original ließt sich das Solidaritäts-Aufruf-Angebot so: “Die Hochschulleitungen haben erklärt, dass die Beschäftigten an der Demo teilnehmen können, falls der/die unmittelbare Dienstvorgesetzte auch zustimmt. Als Arbeitszeit gilt die Teilnahme aber nicht.”
Meine Meinung veröffentliche ich erst heute, da ich natürlich niemanden abhalten wollte, an der Demonstration teilzunehmen.
Bild-Quelle: ★ Just (Collective) (Just.Ekosystem.org)
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Na klar, aber andererseits ist das ehrenamtliche Engagement ja etwas ganz Tolles, wenn den Supermärkten die Überproduktion kostenlos entsorgt und den Dank Kapital und Politik knurrenden Mägen zugeführt wird.
So findet die Schirmherrin der Tafeln, die Frau von der Leine, diese Einrichtungen auch ganz toll.
Bürgerliche Wohltätigkeit
Sieh! Da steht das Erholungsheim
einer Aktiengesellschafts-Gruppe;
morgens gibt es Haferschleim
und abends Gerstensuppe.
Und die Arbeiter dürfen auch in den Park …
Gut. Das ist der Pfennig.
Aber wo ist die Mark –?
Sie reichen euch manche Almosen hin
unter christlichen frommen Gebeten;
sie pflegen die leidende Wöchnerin,
denn sie brauchen ja die Proleten.
Sie liefern auch einen Armensarg …
Das ist der Pfennig. Aber wo ist die Mark –?
Die Mark ist tausend- und tausendfach
in fremde Taschen geflossen;
die Dividende hat mit viel Krach
der Aufsichtsrat beschlossen.
Für euch die Brühe. Für sie das Mark.
Für euch der Pfennig. Für sie die Mark.
Proleten!
Fallt nicht auf den Schwindel rein!
Sie schulden euch mehr als sie geben.
Sie schulden euch alles! Die Länderein,
die Bergwerke und die Wollfärberein …
sie schulden euch Glück und Leben.
Nimm, was du kriegst. Aber pfeif auf den Quark.
Denk an deine Klasse! Und die mach stark!
Für dich der Pfennig! Für dich die Mark!
Kämpfe –!
Kurt Tucholsky
Wer es sich antun möchte: Sendung von Anne Will vom 10. Mai 2009
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Ich sag es gleich frei heraus: Ich finde alles super, was die Bundesregierung für die Konjunktur macht. Allenfalls ist es natürlich zu wenig.
Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sieht an ihren Einrichtungen einen bauliche Sanierungsstau von mindestens 25 Milliarden. Wenn das man reicht.
Nicht nur an Grundschulen müssen die Schüler das von Daheim mitgebrachte Toilettenpapier auf Sanitäranlagen mit erheblichen Sprüngen in den Schüsseln tragen. Mit dem nebenstehenden Foto dokumentiere ich den Zustand von Hörsälen an deutschen Hochschulen.
Klicken Sie ruhig mal auf das Foto und schauen sie sich die Misere in der Vergrößerung genau an. Abgewetzte Holzklappstühle ohne Polster, aber mit einem feinen Überzug aus bröckelndem Deckenputz.
Die Aufnahme musste ich auch noch mit Blitz machen, da die Beleuchtung schon lange ausgefallen ist.
Das für die Zustände an den Hochschulen in unserem Land repräsentative Foto entstand an der HFT im Land Brandenburg.
Die HFT kennen Sie nicht? Da sehen Sie es: Nicht nur in die Bausubstanz, sondern auch in das Marketing muss investiert werden.
Ach so, Sie kennen Brandenburg nicht. Naja, alles wird so ein Konjunkturprogramm auch nicht stemmen können.
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