Klemmeisen

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Ein Blog aus Altes Lager im Fläming



Märkische Heide, brauner Sumpf…

Nachfolgender Text und die Karikatur stammen von der Internetseite der Linksjugend-Brandenburg.

Ein weiteres Mal haben nun Historiker Erkenntnisse zur inoffiziellen Hymne des Landes Brandenburg „Märkische Heide“ gewonnen, die zeigen dass das Lied geschichtlich wesentlich tiefer in der völkischen, nationalsozialistischen Kultur steckt als angenommen und ein weiteres Mal weigern sich SPD- und CDU-Politiker die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Nach Berichten der Lausitzer Rundschau stieß der Historiker Daniel Siemens bei Recherchen über den Faschisten und von der NS-Propaganda zum Märtyrer erklärten Horst Wessel und des ihm gewidmeten Horst-Wessel-Lieds auf die braune Vergangenheit der inoffiziellen Landeshymne.

Schon letztes Jahr sorgten neue Erkenntnisse für eine Debatte. Damals wurde bekannt, dass sich Gustav Büchsenschütz, der Komponist des Liedes, in der Erstausgabe der Brandenburger Hefte von 1934 (verlegt von Wilhelm Kube, NS-Kriegsverbrecher) klar zu dessen Bedeutung in der faschistischen Bewegung bekannte:

„Und wie war der „politische Weg“ des Liedes? Vom Bismarckorden ging es zum ,Frontbann’ und zur SA und machte hier den Siegeszug der völkischen Bewegung mit, so dass es jetzt als vielgesungenes Lied der nationalsozialistischen Erhebung gilt. […] Gab es wegen dieses Liedes auch oft harte Zusammenstöße mit politischen Gegnern, so blieb die Kraft des Liedes dennoch ungebrochen.”

Trotzdem verteidigten mehrere SPD- und CDU-Politiker, darunter Jörg Schönbohm, Innenminister von Brandenburg, das Lied als „politisch unverfänglich“.

Nach den Erkenntnissen der Historiker Daniel Siemens (Universität Potsdam) und Michael Kohlstruck (Technische Universität Berlin) geht die Bedeutung des Heimatlieds „Märkische Heide“ noch wesentlich weiter.

So war Büchsenschütz schon lange vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten Mitglied des rechtsextremen, antidemokratischen und antisemitischen Bismarckordens. Das Lied sei nicht nur ein in rechten Kreisen gern gesungenes, sondern vielmehr ein Identifikations- und Bezugspunkt der völkischen und faschistischen Gruppen, nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin.

Nichtsdestotrotz weigern sich SPD und CDU im Landtag die braune Geschichte des Liedes anzuerkennen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dass das Lied nach wie vor als inoffizielle Hymne des Landes gilt, dass es immer wieder bei offiziellen Anlässen und Feierlichkeiten, sowie bei allerlei Sportveranstaltungen gespielt wird und nicht zuletzt dass fast jede Schülerin und jeder Schüler an Brandenburger Schulen sich irgendwann gezwungen sieht dieses Lied im Chor zu trällern ist unerträglich.

Kitschige Heimatverklärungen und romantische patriotische Heimatverbundenheitsfloskeln wie “Märkische Heide“ sind nicht aus Versehen oder durch Zufall in der Hitparade des NS gelandet, besonders nicht wenn sie mit Textpassagen daher kommen wie:

„Heil Brandenburg allewege - Sei unser Losungswort! Dem Vaterland die Treue In alle Zeiten fort.“

Mein Kommentar: Bitte auch noch den Adler des kriegerischen Preußen aus der Flagge und das untere Weiß mit dem oberen Rot füllen. Außerdem bitte sämtliche Friedrich-Wilhelm-Bülow-von-Dennewitz-Denkmäler schleifen.

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Mit dem Klemmeisen wird der Klemmkuchen hergestellt. Die Mehlspeise brachten die Flamen nach Ostdeutschland, die im 12./13. Jahrhundert nach der Gründung der Mark Brandenburg durch Albrecht den Bären im Jahr 1157 in hoher Zahl den Höhenrücken östlich der Elbe besiedelten. [Wikipedia]

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