Die auch hier angekündigten antifaschistischen Veranstaltungen in Zossen am vergangenen Wochenende waren offensichtlich ein Erfolg.
Die Maerkische Allgemeine berichtet: Die Demonstration des Aktionsbündnisses „Linker Fläming United“ – bestehend aus Jusos, Solid, Falken, Antifa und weiteren linken Organisationen – wurde auch begleitet von Zossener Bürgern wie zum Beispiel den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“. Die Demonstrationsstrecke führte vorbei am Grundstück des von Neonazis zunächst verwüsteten und später in Brand gesteckten Hauses der Demokratie, dann zur Fischerstraße, wo das neue Haus der Demokratie auf seine Renovierung wartet. Hier bedankte sich BI-Sprecher Jörg Wanke bei den angereisten Demonstranten für ihr Kommen: „Wir wussten, dass es ein guter Tag wird trotz der vorher verbreiteten Schreckensnachrichten“, wonach mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremisten zu rechnen sei.
Ebenfalls in der MAZ empfiehlt Hartmut F. Reck potentiellen Schwiegermüttern einen genauen Blick, wenn junge Menschen in dieser Aufmachung vor der Tür stehen: Basecap mit Stickern dran, T-Shirt, Jacke, Hosen und Stiefel und alles schwarz.
Linkempfehlung: Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht
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NS-Verherrlichung und Verharmlosung den Boden entziehen
Zossen, eine kleine Stadt bei Berlin, ist zu einem Tummelplatz von Nazis geworden. Diese treten aggressiv auf und sind überregional gut vernetzt. In den vergangenen anderthalb Jahren drohten sie lokalen Antifaschist_innen mit Mord, beschädigten deren Häuser, schmierten Naziparolen und störten wiederholt antifaschistische Gedenkkundgebungen mit antisemitischen und nationalsozialistischen Parolen. Selbst vor Brandanschlägen schrecken sie nicht zurück – in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2010 brannten sie das Zossener Haus der Demokratie nieder. Als wäre all das nicht schon übel genug, geht nun auch noch die NPD in Zossen und Umgebung verstärkt auf Mitgliederfang.
Wir sind es leid, den nazistischen Aktivitäten tatenlos zuzusehen und organisieren deshalb am 12. und 13. Juni ein antifaschistisches Aktionswochenende mit Demo, Camp, Infoveranstaltungen und Konzert in Zossen, um ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen. Kommt zahlreich! Das Wochenende soll zudem die Vernetzung von engagierten Leuten verbessern. Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und kapitalistischem Verwertungszwang!
Antifaschist_innen, organisiert Euch!
PS: Alle Veranstaltungen und Konzerte sind kostenlos und ohne Anmeldung!
Nächste Infoveranstaltung:
Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr: Black Fleck, Zeppelinstrasse 26, Potsdam
Weitere Informationen
Bericht über Zossen in der Sendung Klartext vom 09.06.10: Nichts dazugelernt?
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Den Jubel über die erfolgreiche Blockade des Naziaufmarsches in Dresden wollte der Kommentator der Tageszeitung “junge Welt” noch mit etwas Häme über die offizielle Menschenkette anreichern und dabei auch gleich DIE LINKE treffen:
“In weiter Ferne zum Aufzug des braunen Mobs veranstaltete die Dresdner Politik eine Menschenkette. Nicht nur der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU), sondern auch Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) übten sich im feierlichen Händchenhalten gegen »Extremisten« und sattsam bekannten Betroffenheitsduseleien.”
Wie sich Petra Pau “im feierlichen Händchenhalten” in der Altstadt übte, kann man gut auf den Fotos von der Blockade in der Neustadt sehen. Hier ein Link zum Fotoalbum der Linksfraktion.
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