Klemmeisen

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Ein Blog aus Altes Lager im Fläming



Dieser Sommer und die anderen

Die Fraktion der LINKEN im Brandenburger Landtag informiert regelmäßig mit der Publikation LINKSDRUCK über ihre Politik im Land.

Die gewichtigen Worte aus dem Layout herauszufinden ist etwas anstrengend, aber es kann sich lohnen. Allerdings sind nicht alle Artikel so aufschlussreich wie dieser eines Eichhörnchens, dass die Lage, die Zukunft und den Weg dorthin beschreibt:

“… große Sprünge braucht ihr nicht zu machen in der Region (…) Besser, ihr bleibt ganz gelassen und wandert mit ruhigen Schritten ein paar der (…) Wanderwege ab. Wälder und Heide, die Landschaft des Unterspreewaldes, ein Naturpark und Lebensspuren des märkischen Schriftstellers Theodor Fontane reihen sich hier aneinander. Ein guter Ausgangspunkt für diesen Ausflugstipp ist zum Beispiel die Stadt Königs Wusterhausen. Dort kann man sich auch über die Geschichte des Rundfunks kundig machen. Mir reichen Nüsse als Mahlzeit, aber wer schöner essen möchte, findet auch gemütliche Gaststätten.”

So möchte man doch gern “mit Rot-Rot gerecht durch die Krise” kommen.

Das aktuelle Heft gibt es hier: LINKSDRUCK

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Aktuelle Kamera

Die Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union Deutschlands und Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, gratulierte Lena Meyer-Landrut sehr herzlich zu ihrem Sieg bei dem Eurovision Song Contest.

Sie ist mit ihren Leistungen eine Botschafterin für unser Vaterland und trägt das zuversichtliche Bild von der Natürlichkeit und Herzlichkeit unserer freiheitlich-demokratischen Jugend in die Welt.

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Tag der Vergewaltigung

Das ZDF leistet seinen Beitrag zur Entsorgung des 8. Mai als Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus ganz im Sinne seines Propaganda-Auftrages als deutsches Staatsfernsehen.

Wäre es den Auftraggebern um das Schicksal von Frauen gegangen, die Opfer einer Facette der Brutalität des Krieges wurden, dann hätte als Ergebnis ein guter Antikriegsfilm in die Wohnstuben ausgeliefert werden können. In “Eine Frau in Berlin - Anonyma” werden die Frauen von den Filmemachern erneut vergewaltigt und zum bloßen Sinnbild für die Vergewaltigung des deutschen Volkes durch plündernde, brandschatzende und eben vergewaltigende Horden von Untermenschen aus dem Osten degradiert.

Schon die Texte zum Film lassen keinen Zweifel daran, welches Bild hier gezeichnet werden soll: “Berlin 1941: Anonyma, eine elegante Frau um die 30, feiert mit einigen Freundinnen und wenigen Männern - gebildete, gutsituierte Nazis unter sich. Nur der Gedanke an die Männer an der Front, unter anderem auch an Gerd, Anonymas Geliebten, kann die Stimmung momentweise trüben. (…) Vier Jahre später: April 1945: (…) Die Rotarmisten nisten sich in Straßen und Häusern ein. Es gibt keine Sicherheit, keinen Ort, in den die betrunkenen russischen Horden nicht eindrängen. Der Sieger nimmt, was er als seins erachtet.” (Quelle: ZDF)

Dieses Bedrohungsszenario hatte bereits das faschistische Propagandaministerium und die Ufa für den Fall vorhergesagt, dass der arische Mann und mit ihm die Herrenrasse nicht über die slawischen und mongolischen Untermenschen siegt. Im gebührenfinanzierten Zweiten Deutschen Fernsehen wird dieser Horror nun Wahrheit.

Prädikat: Eine besonders eklige und abstoßende Form der Volksverhetzung.

Nachtrag:

Die vermeintliche Autorin des Tagebuchs, auf dessen Grundflage der ZDF-Film abgedreht wurde, Marta Hillers, studierte an der Sorbonne und sprach fließend Französisch und Russisch. Nach Recherchen von Jens Bisky von der Süddeutschen Zeitung hat sie für unbedeutende Zeitungen und Zeitschriften des nationalsozialistischen Deutschland geschrieben. Das Tagebuch erstreckt sich über die Zeit von April bis Juni 1945.

Das Tagebuch wurde erstmals 1954, anonym und auf Englisch, auf Betreiben von C. W. Ceram veröffentlicht. C. W. Ceram, eigentlich Kurt Wilhelm Marek, verfasste 1941 das Kriegspropaganda-Werk “Wir hielten Narvik“.  (Quellen: Wikipedia)

Lese-Tipp:

Die Bitterkeiten der Befreiung: der Freitag

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Linke Vorabendkultur

Die Vertretung meiner Interessen weiß ich in besten Händen. Wenn die Linksfraktion im Deutschen Bundestag geschlossen auf den Kulturstaatsminister und den Rundfunkrat einwirkt, dann ist das letzte Vergnügen vor der Aktuellen Kamera (jetzt Brandenburg aktuell) nicht dem Untergang geweiht.

Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen, die Niederträchtigkeit des (Geld-) Adels, Ausländerhaß, Rechtsradikalismus, Arbeitsbedingungen in der Gastronomie, Integration Behinderter und viele andere Themen würde  ohne diese Sendungen nie ihren aufklärerischen Weg in deutsche Wohnzimmer finden.

Hintergrund dieses Aufschreis der Schützer eines ausgewogenen Programms ist dieser Bericht: Marienhof und Verbotene Liebe vor dem Aus?

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Mit dem Klemmeisen wird der Klemmkuchen hergestellt. Die Mehlspeise brachten die Flamen nach Ostdeutschland, die im 12./13. Jahrhundert nach der Gründung der Mark Brandenburg durch Albrecht den Bären im Jahr 1157 in hoher Zahl den Höhenrücken östlich der Elbe besiedelten. [Wikipedia]

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